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Reportagen und Fotografien aus Südasien
 
 


 

 

Bilder-Galerie

Indien und seine Nachbarländer sind ein Paradies für Fotografen: eine eindrucksvolle Vielfalt von Landschaften und Kulturen, farbenfrohe Kleider und markante Gesichter. Die meisten Menschen hier sind ausgesprochen kamerafreundlich, sie freuen sich, fotografiert zu werden. Allerdings sollte man sich stets ihrer Zustimmung versichern, bevor man auf den Auslöser drückt. Es lohnt sich, eine Beziehung zu ihnen herzustellen, das Foto wird garantiert besser gelingen.

Hier ist eine Auswahl meiner Lieblingsbilder. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie!

Übrigens: alles auf dieser website präsentierte Bildmatierial trägt mein copyright.

 

 

Adivasi

Adivasi bedeutet "Ureinwohner" in Hindi. Mehr als 70 Millionen Inderinnen und Inder gehören einer der nahezu 500 indigenen Gemeinschaften an. Im Mittelalter herrschten einige von ihnen , etwa die Gond und die Bhil über ausgedehnte Königreiche. Heute dagegen ist das Überleben indigener Völker bedroht durch rigide Forstgesetze, durch Zwangsvertreibung im Rahmen von Staudammprojekten, Bergbau und Industrieansiedlungen sowie durch soziale Traditionen, die die Bewohner und Bewahrer der Wälder als "unberührbar" stigmatisieren.


   

Bhutan

Bhutan ist eines der verschlossensten Länder der Welt. Das kleine Königreich an den südlichen Hängen des östlichen Himalaya hat erst vor kurzem das Fernsehen, Telefon und Internet eingeführt. Die meisten Bewohner leben selbstzufrieden von organischer Landwirtschaft, erfüllt von tiefem Respekt für die Tradition des tibetischen Buddhismus. Dank seiner isolierten Lage und der geringen Bevölkerungsdichte ist Bhutan ein ökologisches Paradies. Es gibt keine Armut in Bhutan, aber auch keine politischen Freiheiten.


   

Mela

Das Hindi-Wort "mela" bezeichnet religiöse Zusammenkünfte und Wallfahrten. Wenn die Sterne günstig stehen, machen sich fromme Hindus auf den Weg zu bestimmten Pilgerorten, um sich durch ein heiliges Bad von Sünden zu reinigen und den Göttern Opfer zu reichen. Viele treffen dort ihre "Gurus" und lauschen deren Predigten. Die Mela umfasst auch einen Markt und bietet Gelegenheit zur Begegnung zwischen Arm und Reich, Jung und Alt. In dieser bunten, lauten Menschenansammlung kann man die wahre Seele Indiens entdecken.


   

Narmada

Der heilige Fluss Narmada durchquert Zentralindien und mündet nach einer 1300 km langen Reise ins Arabische Meer. Tausende von Tempeln säumen die Ufer, denn Narmada wird als Muttergöttin verehrt. Alte Hinduschriften beschreiben die Göttin als temperamentvolle und eigenwillige Jungfrau. Das Tal der Narmada trennt Nord- und Südindien und gilt als evolutionärer Brennpunkt der Tier- und Pflanzenwelt und der menschlichen Kulturen. Ein gigantisches Staudammprojekt droht nun, den Fluss auf mehr als 500 km Länge in eine Serie von Seen zu verwandeln. Hunderttausende von Bauern und Adivasi protestieren seit nunmehr 15 Jahren gegen ihre Zwangsvertreibung – eine der schlagkräftigsten und ausdauerndsten Volksbewegungen des Landes.


   

Sri Lanka

Weiße Traumstrände, tropische Berglandschaften und ein reiches buddhistisches Kulturerbe faszinieren viele Besucher Sri Lankas. Von den Ureinwohnern der Insel, den Wedda, hat nur eine kleine Gemeinschaft in abgelegenen Wäldern überlebt. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Nachfahren nordindischer Einwanderer, die hier vor rund 2000 Jahren zum Buddhismus konvertierten. Außerdem beherbergt die Insel eine tamilisch-hinduistische Minderheit sowie Nachfahren moslemischer Einwanderer. Der blutige Bürgerkrieg, der seit mehr als 20 Jahren das Land verwüstet, findet hoffentlich bald ein Ende.


 

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